Ästhetische Zahnheilkunde

Füllungen

Die Füllungstherapie gehört heute zu den am häufigsten durch-geführten Eingriffen der modernen Zahnmedizin. Dabei stehen den Behandlern mittlerweile eine Vielzahl unterschiedlicher Werkstoffe zur Verfügung.

Amalgamfüllung

Die einfachste Füllung ist nach wie vor die Amalgamfüllung. Diese besteht aus einem Pulver verschiedener Metalle (Alloy) und Queck-silber. Der Halt im Zahn wird durch einen Unterschnitt erzeugt, der in den Zahn geschliffen werden muss, nachdem die kariöse Zahn-substanz entfernt wurde. Nach dem Legen der Amalgamfüllung muss diese 2-3 Stunden aushärten. In dieser Zeit sollte man auf Essen verzichten, damit die Füllung keinen Schaden nimmt. Fühestens nach 24 Stunden kann die Füllung in einer anschließenden Sitzung poliert werden. Die Amalgamfüllung ist die einfachste Art der Füllung und, durch ihre grau-silberne Farbe, auch die am wenigsten ästhetische.

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Kompositfüllungen

Kompositfüllungen sind heutzutage das Mittel der Wahl, wenn es darum geht, kleine bis mittlere Löcher im Zahn zu versorgen. Komposite bestehen zu 60% bis 80% aus winzigen Keramik-, Glas- und Quarzpartikeln, die in eine Kunststoffmasse eingearbeitet sind. Vor der Behandlung wird die natürliche Zahnfarbe bestimmt und die passende Kompositfarbe ausgewählt. Somit ist die Füllung später nicht mehr von der natürlichen Zahnsubstanz zu unterscheiden. Der Verbund mit dem Zahn wird mit einer speziellen Dentin-Adhäsiv-Technik erzeugt. Diese ermöglicht es dem Behandler wirklich nur die kariöse Zahnsubstanz zu entfernen und die Füllung direkt mit dem Zahn zu verkleben, ohne dass, wie bei Amalgamfüllungen, auf einen Unterschnitt geachtet werden muss. Gesunde Zahnhartsubstanz wird somit geschont. Das Komposit wird in einzelnen Schichten in den Zahn eingebracht und nach jeder Schicht mit einem speziellen Blaulicht ausgehärtet. Dies geschieht unter absoluter Trockenlegung mittels eines speziellen Spanngummis. Kompositfüllungen eignen sich auf Grund ihrer Ästhetik und Belastbarkeit sowohl für den Frontzahnbereich als auch für die Seitenzähne.

Inlay

Die ästhetischste und haltbarste Füllung ist ein Inlay. Im Gegensatz zu direkten Füllungen, die im Mund des Patienten hergestellt werden, wird der Zahn für ein Inlay zuerst vom Zahnarzt präpariert und abgeformt. Auch eine individuelle Farbnahme durch Zahnarzt und Zahntechniker erfolgt. Anschließend wird der Zahn mit einem Provisorium aus Kunststoff versorgt. Das Inlay wird im Labor vom Zahntechniker aus Keramik (oder Gold) hergestellt und mit dem Mikroskop angepasst. Keramikinlays werden wie bei Kompositfüllungen mit dem Zahn verklebt und weisen eine hohe Farbechtheit und Dauerstabilität auf. Auch hier wird unter absoluter Trockenlegung gearbeitet um eine höchstmögliche Qualität des Verbundes zu garantieren.